Markennamen: "Pro" und Contra
Wir müssen ja nicht jedem Trend nachjagen, und das ist gut so. Sonst stünde uns möglicherweise eine Namensänderung ins Haus: Von „Agentur Gerhard Baumann“ zu „Pro-Agentur“. Klingt pro-fessionell - oder doch eher pro-fan bzw. pro-tzig?
Laut Horizont.net war „Pro“ in jedem Fall vergangenes Jahr die beliebteste Anfangssilbe für neue Marken. 2.474 Anmeldungen gab es 2011, auf Platz zwei rangiert abgeschlagen „Com“ mit 1.875 Anträgen. Ausgerechnet hat das die Kölner Branding-Agentur Nambos, die in ihrem Namen ganz ohne „Pro“ auskommt. Dort heißt es, gerade der Beginn des Markennamens präge den Eindruck, was „Kennzeichnungskraft, Sympathie, Merkfähigkeit und Anmutung“ angehe.
Bevor Sie jetzt aber ein „Pro“ vor Ihren Namen setzen, denken Sie besser an ein altes Sprichwort: Namen, und erst Recht Vorsilben, sind Schall und Rauch. Schaffen Sie es, Ihre Marke mit Leben zu füllen und Ihr einen einmaligen Charakter zu verleihen, müssen Sie sich um Vorsilben keine Gedanken machen. Wir pro-testieren daher ausdrücklich gegen die Übermacht der Vorsilbe und empfehlen Ihnen, sich Gedanken über Ihr gesamtes Markenbild zu machen. Schärfen Sie Ihr Pro-fil - gerne auch mit unserer Unterstützung. Ein schönes Wochenende!![]()
