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Donnerstag, 26. Januar 2012 / Markt

Von Gottschalk lernen

Von „Gottschalk Live“ muss man nicht begeistert sein, aber das Phänomen Thomas Gottschalk lohnt einen näheren Blick - aus markenstrategischer Sicht. Warum? Weil der Entertainer es immer wieder schafft, sich neu zu erfinden - und dabei doch unverwechselbar zu bleiben.

Gottschalk ist eine Marke, und auch wenn der Mensch Gottschalk manchmal recht nachlässig mit ihr umgeht, basiert sie doch auf seiner Kompetenz. Der gelernte Radiomoderator hat ein Gespür für Menschen und die Themen, die sie bewegen. Und er trifft im Gespräch meist den Ton, der die Zielgruppe anspricht. So hat er es geschafft, mit „Wetten, dass ...“ die einzige vom Enkel bis zum Opa erfolgreiche Samstagabend-Show im deutschen Fernsehen zu verankern.

Gottschalk klammert sich auch nicht an Traditionen, ist offen für Neues. Bei „Gottschalk Live“ etwa kommen auch Social-Media-Kanäle zum Einsatz. Trotzdem trotzt die Marke Gottschalk dem hektischen Zeitgeist. Mit der Zeit gehen ohne sich anzupassen, im Kern unveränderlich bleiben, stets die richtige Ansprache finden: Von Gottschalk, scheint mir, können Markenstrategen tatsächlich lernen. Nicht nur, wenn es um Product Placement für Gummibärchen geht.